Lebenslauf ● geboren am 25.09.1876 in Schwarzenbach ●
gestorben am 30.01.1949 in Ottersheim
Schinnerer besuchte das Gymansium in Erlangen und begann danach ein
Studium der Kunstgeschichte in München, das er 1899 abbrach, um in
Karlsruhe an der Kunstakademie den Künstlerberuf zu erlernen. Er war
unter anderem Schüler von Walter Conz, Ludwig Schmid-Reutte und Wilhelm
Trübner. 1909/1910 wurde er mit dem Villa-Romana-Preis ausgezeichnet,
verbunden mit einem einjährigen Aufenthalt in Italien. Ursprünglich ging
er vom französischen Impressionismus aus, jedoch beschränkte er später
seine Skala auf wenige kräftige Farben. In München, wo er Mitbegründer
der Neuen Sezession war, lehrte er als Professor ab 1924 an der Akademie
der Bildenden Künste. Er gilt als Meister der Kaltnadel und hat viel
illustriert, so z. B. 1921 The Tempest von William Shakespeare. 1946
übernahm Schinnerer die Neuorganisation der Künstlervereinigung
Kunstverein Dachau (KVD), deren ersten Vorsitz er bis 1947 innehatte.
(nach Höhn und wikipedia)
Maßgebliches Werkverzeichnis
bis 1909 Heinrich Höhn Die Exlibris von Adolf Schinnerer.
In : Exlibris, Buchkunst und angewandte Graphik 24 (1914), S. 85-93 download
nach 1909
fehlt
Exlibris
Exlibris Hermann Junge
Vor Seelandschaft sitzendes Aktpaar (Rückenfiguren)
1909
85 x 114 mm
Radierung
Gutenberg 9810; Höhn 18
handsigniert sowie im Druck monogrammiert und datiert
"Hermann Junge, Buchdruckereibesitzer in Erlangen, hat sich 1909 das
frei behandelte, von Licht erfüllte Exlibris mit dem auf einer Brüstung
sitzenden, nackten, vom Rücken gesehenen Paar, das die Schrifttafel mit
dem Namen emporhält, radieren lassen. Im Hintergrund zeigt das Blatt
einen von Kiefernwald umhegten Teich." (Höhn, S. 92)
Ex libris Paul Winkler
Landschaft mit Bäumen
[1905]
67 x 99 mm
Radierung
Gutenberg 9819; Höhn 4
handsigniert
"Auch dieses Blatt bringt ein schlichtes mittelfränkisches
Landschaftsmotiv. Unser Blick wird zwischen stämmigen Kiefern hindurch
auf eine sonnige Lichtung geleitet, über die ein Fußpfad nach den auf
der anderen Seite beginnenden, weit sich hindehnenden Kiefernwäldern
führt." (Höhn, S. 90)