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Plutarch, 1534 gedruckt von Johannes S. Schott Straßburg

Plutarchi von Cheronea vnnd anderer kurtzweise vnd höfliche Sprüch. Darausß ein yeder Leßer zugleich lust vn nutz schöpffen mag in hohen auch sittlichen tugenden sich zu regieren vß vorbildung der Alten. Neulich durch Heinrich von Eppendorff vß dem Latin in Teutsch verdollmetscht.

Zu Strasßburg [Straßburg] bey Hans Schotten Anno M D XXXIIII [1534]. Quart (31 x 20 cm), Schweinslederband über Holz auf vier Bünden mit Prägeschmuck und Resten von zwei Schließen,  (8), DXCII [592], (20) S

Einband berieben, fleckig und beschabt, Bezug im Hinterdeckel teils gelöst, Innengelenke gelockert, Titelblatt des vorgebundenen Werkes nur zur Hälfte vorhanden, innen durchgängige Wurmgänge mit Buchstabenverlust, gegen Ende auch mit Textverlust, mitunter leicht wasserrandig, hinteres Vorsatz erneuert, kurzum: kein gutes Exemplar

Verbund-ID des BVB: BV013096000

angebunden: Plutarchi von Cheronea guter Sitten einvndzwanzig Bücher. Durch D. Michael Herr / der Artzney / vnnd Freyer Künsten lyebhaber newlich verteutscht. Zu Strasßburg bey Hans Schotten M D XXXV [1535]. (8), CCXCVI [296], (5) S. - Verbund-ID des BVB: BV013096054

Bestellnummer / order number: 25565
900,00 Euro

Strassburger Schandgedichte, 1592 vermutlich gedruckt von Bernhard Jobin Straßburg

Gründliche Widerlegung / Zweyer Schandtgedicht vnd Paßquillischer Lieder/ Newlicher zeyt von Friedhäßigen Römischen LugenMeulern hin vnnd här/ zu Nachteil der Löblichen Statt Straßburg / Auch höhern Interressierenden Ständen im Bisthumb daselbst außgestrewet. Das Eyne unter dem Titul. Klaggeschrey / Weyland Bischoff Johann / etc. Uber die Statt Straßburg / auß seinem Grab gethan. Das Ander / Eyn new Lied / Von der vbermütigen Rebellischen Statt Straßburg / etc. Sampt Widerholten etlichen andern inn diesem wehrendem Elsäßischem Kriegswesen beschehenen Wahrnungen. Der Warheyt zu stewr inn offenen Truck verfertigt. Jm Jar Christi/ 1592.

S.l. [vermutlich Straßburg:] s.i. [vermutlich Bernhard Jobin] 1592. Quart (19,5 x 15 cm), moderner Pappband,  (48) S.

etwas gebräunt, Lage D stärker

VD16 G 3539

Die Reformation spaltete das Elsaß, und nach dem Tod von Bischof Graf Johann von Manderscheid 1592 gab es einen katholischen (Kardinal Karl von Lothringen) und einen protestantischen (Markgraf Johann Georg von Brandenburg) Anwärter für den Bischofsstuhl, die sich gegenseitig bekämpften. Im sog. Diebeskrieg (1592-1604) unterstützte die Stadt den protestantischen Kandidaten, und die vorliegende Schrift gibt eine Antwort auf zwei katholische Pasquillen: "Schände nur getrost / es bleibet allezeit etwas kleben. Nach dieser Regul haben sich die Römische / Catholische Pfaffen vnd Pfaffenknecht beflissen / in wärendem Bruderhöffischen Geschäffte / allhie in Statt vnnd Bisthumb Straßburg / allerley FamoßGedicht / Schand-Lieder / Brieffe / vnd dergleichen Paßquillische Lugen wider vnuerschuldte Leuthe / Hohes vnd Nidriges Stands außzuschreyeb".

Bestellnummer / order number: 16090
750,00 Euro





Jakob Twinger von Königshofen, 1698 gedruckt von Josias Städel Straßburg

Twinger von Königshofen, Jakob (1346-1420) - Die Alteste Teutsche so wol Allgemeine Als insonderheit Elsassische und Straßburgische Chronicke, Von Jacob von Königshoven, Priestern in Straßburg, Von Anfang der Welt biß ins Jahr nach Christi Geburth MCCCLXXXVI [1386] beschrieben. Anjetzo zum ersten mal heraus und mit Historischen Anmerckungen in Truck gegeben von D. Johann Schiltern. [angebunden:] Origines Civitatis Friburgi in Brisgovia. Chronicke Der Stadt Freyburg im Brisgaw. Ex MS. Archivi Reip. Argentor [von Johann Sattler].

Straßburg, Verlegt und getruckt durch Josias Städel. MDC XCVIII [1698]. Quart (21 x 16 cm), Lederband der Zeit mit rotem Rückenschild auf fünf Bünden und Rotschnitt,  gestochenes Frontispiz, (22), 1172, 144; (2), 52, (2) S. und 5 (statt 7?) Faltkupfer

Einband wenig berieben, kleiner Einriß im oberen Kapital, innen sauber, 2 Faltkuper mit teils hinterlegten Einrissen

VD17 39:123008Q

Der Chronist (1346-1420) wurde im Jahre 1382 zum Priester geweiht und betreute von 1384 die Pfarrei Drusenheim. Im Jahre 1395 wurde er Kanonikus an der Straßburger St.-Thomas-Kirche. (Bautz 17, Sp. 1397-1398)

Bestellnummer / order number: 16227
750,00 Euro








Johann Nikolaus Weislinger, 1726 gedruckt von Dietrich Lerse Straßburg

Weislinger, Johann Nikolaus - Friß Vogel / oder stirb! Ein, wegen dem wichtigen Glaubens-Articul deß Christenthums, von der wahren Kirchen, mit allen uncatholischen Prädicanten / scharff vorgenommenes Examen und Tortur / Worinnen Sie (Krafft deren unwidersprechlichen Zeugnussen der H. Schrifft, des H. Augustini, des Luthers und Augspurgischen Confeßion) endlich aus Noth getrungen / bekennen müssen: Daß Gott ein Lügner seye / und Christus ein falscher Prophet / folglich nicht der wahre Messias. Oder aber Daß die Römisch-Catholische Kirch / und deroselben Lehre / allein wahr / unfehlbar und seeligmachend seye. In zwey Theil ordentlich abgetheilet, mit einer, an gehörigem Orte, einverleibten Lebens-Beschreibung Lutheri und Melanchtonis, nebst beigefügtem gründlichen Bericht von der öffters umgegossenen Augspurgischen Confeßion, sambt einer weitläuffig ausgeführten, sehr merckwürdigne Vorred / von der Uncatholischen Einigkeit wider uns / und deroselben Uneinigkeit unter sich selbst ec. Nach verschiedenen unrichtigen Nachdrucken, von dem Authore mit vielem nöthigen Zusatz, und kurtzem Anhang, diese Edition betreffend, verbessert, und selbst corrigirt. Zum Nutz der Catholischen, und Heyl der Uncatholischen herausgegeben Durch Joannem Nicolaum Weislinger.

Strasburg [Straßburg] / gedruckt / in Verlegung Dietrich Lerse / Buchhändlers allda. 1726. Oktav (16,5 x 9,5 cm), brauner Lederband der Zeit mit andersfarbigem Rückenschild und reicher Rückenvergoldung, Rotschnitt und Buntpapiervorsätzen,  weißes Blatt, Titel als gefaltetes Blatt, (36), CCCCLXX, 618, (29) S.

kleinste Fehlstellen in den Deckeln und im Kopfschnitt, kleiner Inventarvermerk auf dem vorderen fliegenden Vorsatz verso, Stempel auf dem ersten weißen Blatt, kleine Besitzinitialen auf dem Titel, innen wenig braunfleckig, insgesamt sehr hübsches, repräsentatives Exemplar

Graesse 6, 433 - Die Erstausgabe erschien 1723.

Der katholische Theologe (*17.9. 1691 in Püttlingen (Lothringen) + 29.8. 1755 in Kappelrodeck) "stammt aus einer konfessionell gemischten Ehe. Seine calvinistische Mutter war erst nach erheblichem Druck zum Katholizismus übergetreten. Nach dem frühen Tod des Vaters übersiedelte die Familie nach Drusenheim im Elsaß, wo der Ortspfarrer Balthasar Trütsch die erste Ausbildung übernahm, die er dann am Straßburger Jesuitengymnasium fortsetzte und 1711 abschloß. Nach kurzer Tätigkeit als Hauslehrer bei der Familie des Freiherrn Rudolf vom Sturm bezog er im Dezember 1712 die Universität Heidelberg und begann das Studium der Philosophie. Er wechselte bald nach Straßburg und studierte Theologie an der von Jesuiten geleiteten Fakultät. Er verfaßte dort sein erstes Werk »Friß Vogel oder stirb«. Nach der Priesterweihe 1724/25 übernahm er 1726 die Pfarrei WalduIm im rechtsrheinischen Teil des Straßburger Bistums. Er wechselte bereits 1730 nach Kappelrodeck und widmete sich immer mehr seiner polemisch ausgerichteten Schrifistellerei. Er besoldete schließlich einen Hilfsgeistlichen, der ihm die Pfarrseelsorge weitgehend abnahm. Im Jahr 1750 erlitt er einen Schlaganfall, der ihn arbeitsunfähig machte und an dessen Folgen er 1755 starb. - W. ist in seiner Zeit ein auffallender und unangepaßter Theologe. Während die Theologie im 18. Jh. immer stärker unter dem Einfluß des Rationalismus gelangte und sachlich zu argumentieren anstrebte, suchte W. die Auseinandersetzung und schreckte auch vor Übertreibungen und Schmähungen nicht zurück. Er wird daher oftmals als Polemiker oder Kontroverstheologe bezeichnet. Seine Schriften sind fast ausnahmslos harte Auseinandersetzungen mit dem Protestantismus. Als Grundlage für seine Arbeit diente ihm eine Privatbibliothek von über 2000 Bänden, die er selbst aufbaute. Er stieß auch bei katholischen Theologen auf Unverständnis und wurde 1739 vor dem Regensburger Reichstag angeklagt. Ein Verbot von »Friß Vogel oder stirb« unterblieb in letzter Minute. Seine Bücher waren zu Lebzeiten sehr erfolgreich, »Friß Vogel oder stirb« erreichte über 10 Auflagen." (Bautz 13, Sp. 639-640, Autor: Gerhard Kaller

Bestellnummer / order number: 8542
300,00 Euro