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Was ist ein Exlibris?
Exlibris im heutigen Sinne gibt es seit Beginn der Buchdruckerkunst. Vorläufer waren handgeschriebene Vermerke in Manuskripten, meist mit Wappen versehen. Diese Blätter wurden oft von namhaften Künstlern gestaltet, angefangen von Dürer, L. Cranach d. Ä. bis hin zu Wilhelm Busch, Picasso, Dali, Schmidt-Rottluff, Marc, Vogeler und den heute bekannten Buchillustratoren. Dies war eine Möglichkeit, Graphiken von Künstlern zu erhalten, die sonst außerhalb jeder Reichweite waren, weshalb Exlibris auch die "Grafiken der kleinen Leute" genannt werden. So blieb es nicht aus, daß Exlibris nicht nur für Bücher bestimmt waren, sondern man begann, sie untereinander zu tauschen und zu sammeln. Dadurch verlor das Exlibris (vergleichbar mit der Briefmarke) seinen eigentlichen Sinn, bereitete Sammelnden aber durch Form- und Darstellungsvielfalt reichlich Freude. Herrschten anfänglich Wappen als Themen vor, wurden die Darstellungen später mehr und mehr von Landschaften, Flora und Fauna bestimmt. Auch der Eignername kann eine Rolle spielen, d.h. auf dem Blatt eines Herrn Müller finden wir eine Mühle oder einen Schmied mit Amboß bei Frau Schmidt. Diese Gattung wird "Redende bzw. Sprechende Exlibris" genannt. Auch Anspielungen auf die Berufe der Sammler sind nicht selten. Die Graphiken wurden dabei teilweise so groß, daß sie in kein Buch mehr passen.
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Abkürzungen für alte Exlibris del. = delineavit =
gezeichnet
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Einführende Literatur Bis heute fehlt eine maßgebliche Monographie zum Thema Exlibris. Als Ersatz empfehle ich diese Werke: ● Leiningen-Westerburg, Karl Emich Graf zu: Deutsche und oesterreichische Bibliothekzeichen Exlibris. Ein Handbuch für Sammler, Bücher- und Kunstfreunde. Stuttgart: Julius Hoffmann 1901. ● Anneliese Schmitt: Deutsche Exlibris. Von den Ursprüngen bis zum Beginn des 20. Jahrhunderts. Leipzig: Koehler & Amelang 1987. Exlibris-Gesellschaften
Österreichische Exlibris Gesellschaft |
Abkürzungen für moderne Exlibris C1 Stahlstich
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